after REHA

Bald ist es soweit, 5+1 Wochen sind rum. Sie waren sehr gut, hilfreich.

Reha-Ziele erreicht? Nein, aber ich glaube darum geht es auch nicht wirklich.

Auch wenn es eine lange, lange Zeit war, mit „aufs und abs“, denn Wellness-Urlaub ist das hier nicht, dann kann man auch in 6 Wochen nicht alte Verhaltensmuster, Gründe für Kopfschmerzen oder sonstige psychosomatische Beschwerden einfach abschütteln und „geheilt“ hier rausgehen.

Die Reha wirkt nach.

Das hat man uns hier glaub ich am häufigsten gesagt.

Und das wird es auch sein. Hier ging es ums Runterkommen, ums achtsame Bewusst werden, was genau bei einem gerade los ist. Zur Ruhe kommen, aber auch lernen hinzuhören, in die Ruhe. Warum hab ich Schmerzen? Warum verhalte ich mich so oder so (obwohl ich es doch gar nicht will oder ganz anders meine)? Warum läuft mein Kopfkino ununterbrochen? Warum möchte ich so viel „perfekt“ haben? Warum muss ich alles selber machen? Warum kann ich schwer loslassen? Warum beziehe ich soviel immer auf mich/nehme viel persönlich? Warum will ich dass mich jeder mag (ich mag ja auch nicht jeden)?

All diese Fragen konnte ich mir stellen, zum Teil kannte ich ja schon die Antworten, zum Teil war mir das ein oder andere Symptom zum Thema „Burnout“ auch noch neu, durch die Zuordnung konnte ich es besser annehmen.

Genau. Annehmen. Focus ändern. Loslassen

Nach wenigen Tagen hier dachte ich, super, hier wird alles schlimmer, also die Schmerzen. Nö. Sie waren schon da, hier hatte ich nur mehr Ruhe sie zu bemerken, war natürlich auch achtsamer, mehr darauf fokussiert. Wenn ich jeden morgen daran denke „wie geht es dem Kopf“, logisch, dass ich die Schmerzen doller bemerke, als wenn ich einfach in den Tag starte.

Aber, woher kommt das mit dem Kopf??? Das herauszufinden war hier möglich, ob es wirklich daran liegt? Aber das sehe ich später in der realen Welt, sobald ich hier aus dem Wattebäuschen wieder raus bin. Denn hier ist ein ÜbungsCamp, wir können hier testen, hinhören, ausprobieren, üben,… Sobald das echte Leben dann aber wieder vor der Tür steht, müssen wir genauer hinhören, denn „da draußen“ ist es lauter, es gibt mehr Ablenkung, ich hab wieder was zu tun,….

Tja, damit bin ich dann beim Thema „Gedanken machen“. Geht schon wieder los 😉 Denn, was ist DANACH? Was machen/denken die anderen? Vor allem der Liebste zu Hause? Oder aber auch die Freunde? Holen alle wieder eine Lupe raus und gucken was sich verändert hat? Ist sie geheilt? Geht es ihr besser? Was macht sie jetzt?…

Ja, ich hatte ein bisschen Gedankenkarussell zu diesem Thema, was ich dann in der Gruppe gleich thematisiert habe 👍. Um zu erkennen, ganz wichtig, ich bin nicht die Einzige mit solchen Gedanken. Das hilft schon mal ungemein. Aber. Viel viel wichtiger, ich werde sehen. Nur weil das nach der letzten Reha so oder so war, muss es diesmal nicht auch so sein. Ich kann mich besser abgrenzen, Mensch ich komme aus einem Übungscamp, ich hab Übung, und kann das Gelernte anwenden. Und ich hab so viel gelernt, allein schon in den letzten Jahren, vor dieser zweiten Reha, ich weiß so viel, ich wende auch schon sehr viel an. Der Rest wird jetzt ausprobiert

Außerdem, warum schon wieder Gedanken darüber machen, was eventuell sein könnte oder jemand anders denkt, wenn er denkt was ich denke, dass ich denke oder so. Das sehe ich dann. Keinen Kopf vorher machen. JETZT.

Und JETZT heißt, hier sein, im JETZT. Denn nur das haben wir ✌️✌️✌️

Eure

(halbnachdenkliche/weniger aufgeregte) Franka

P.s.: und wisst ihr was?!? Ich freu mich sooo wahnsinnig auf zuhause. Vor allem auf den tollen Typen der da mit mir wohnt und sich die letzten Wochen um alles so schön gekümmert hat. Mir den Rücken freigehalten hat. Und. Einfach der Beste ist 💖💖💖

P.s. Das KLEINGESCHRIEBENE kommt später

2 Gedanken zu „after REHA

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